Computing

ATLAS liefert in vollem Betrieb etwa 4 PB (1 PB = 1.000 TB = 1.000.000.000.000.000 Byte = 1015 Byte) Daten jedes Jahr, auf die die beteiligten Wissenschaftler weltweit zugreifen werden. Grid Computing ist eine entscheidende Voraussetzung um mehr als 100 Rechenzentren weltweit zu verknüpfen und daraus eine gemeinsame Plattform für Datenspeicherung, Simulation und Analyse zu erzeugen.

 

 

 

Die ATLAS Daten werden nach einem sogenannten Tier-Modell (Tier, engl. Schicht, Stufe) prozessiert und verteilt. Die Rohdaten werden am Tier-0 Zentrum am Cern prozessiert und auf Band archiviert. Die rekonstruierten Daten und weitere Kopien der Rohdaten werden auf 10 Tier-1 Zentren weltweit verteilt. Diese Tier-1 Zentren sind grosse Rechenzentren mit vollem 24h Betrieb und Service. Mit grossen Rechner- und Speicherfarmen sowie zusätzlichen Bandarchiven bilden sie das Rückgrat für die weltweite Datenverteilung und Prozessierung der ATLAS Daten. Von den Tier-1 Zentren gehen weitere Kopien der rekonstruierten Datensätze an die assoziierten Tier-2 Zentren, an denen die ATLAS Physiker ihre Analyse- und Simulationsprogramme prozessieren. Die Resultate können fuü weitere Analysen auf Tier-3 Zentren kopiert werden, das sind lokale Rechenzentren an Universitäten oder Instituten. In Deutschland ist GridKa am KIT, Karlsruhe, das gemeinsame Tier-1 Zentrum für die LHC Experimente. Assoziierte Tier-2 Zentren für ATLAS stehen in DESY Hamburg, DESY Zeuthen, Göttingen, Wuppertal, Freiburg und München sowie in den Nachbarländern Polen, Tschechien, Österreich und Schweiz. Desweiteren wurde bei Desy eine "National Analysis Facility" aufgebaut, zur Unterstützung spezifischer Analyseaktivitäten der deutschen ATLAS Gruppen.

 
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